Diese Frage beschäftigt viele neue Welpenbesitzer früher oder später ganz automatisch. Auch wenn man sich im Vorfeld
gut vorbereitet fühlt, zeigen die ersten Wochen im Alltag oft noch einmal eine ganz andere Seite. 

Ich habe die Erfahrung gemacht, dass ein Welpe in den ersten Lebenswochen seine Blase und seinen Darm noch nicht bewusst
kontrollieren kann. Diese Entwicklung beginnt sich erst nach und nach zu zeigen und wird häufig erst ab etwa der 10. bis 12. Woche
wirklich erkennbar.

Mit der Zeit lernt man, die kleinen Hinweise besser wahrzunehmen. Oft sind es kurze Momente im Verhalten – der Welpe wird
plötzlich unruhig, er fängt an, intensiv zu schnüffeln oder unterbricht eine Situation wie das Spielen, kurz bevor er sich löst.

Ein gewisser Rhythmus zeigt sich dabei häufig ganz von selbst, oft nach dem Schlafen, Fressen, Spielen oder Trinken.
Dies kann im Alltag dabei helfen, ein Gefühl dafür zu entwickeln, wann es sinnvoll ist, dem Welpen rechtzeitig die Möglichkeit
zu geben, sich draußen zu lösen.

Im Alltag merkt man schnell, dass vieles noch zufällig passiert und sich erst noch Routinen entwickeln müssen. Dadurch wird man
automatisch aufmerksamer für die kleinen Signale des neuen Familienmitglieds und fängt an, es bewusster zu beobachten.

Gerade in der ersten Zeit kann auch nachts etwas mehr Aufmerksamkeit nötig sein, da der Welpe sein Bedürfnis noch nicht lange
anhalten kann. Wenn man ihn regelmäßig nach draußen bringt, ist das zwar anstrengend, unterstützt ihn aber dabei, sich zu orientieren,
zu lernen und Sicherheit im Ablauf zu bekommen.

Und wenn doch einmal etwas daneben geht, ist das normal und gehört einfach dazu. Ein Welpe kann diese Situation noch nicht
einordnen. In solchen Momenten hat es mir geholfen, ruhig zu bleiben, ohne Kommentar einfach alles aufzuwischen und weiterzumachen.
Den Teppich am Anfang wegzuräumen, hat mir den Alltag ebenfalls erleichtert.

Manchmal kommt es auch vor, dass sich ein Welpe draußen noch nicht löst und erst in der vertrauten Umgebung zur Ruhe kommt. Das ist
in der Anfangszeit nicht ungewöhnlich. Die vielen neuen Eindrücke spielen dabei eine große Rolle, und Sicherheit ist in dieser Phase
besonders wichtig. In der Regel legt sich das mit der Zeit von selbst.

Bis ein Hund wirklich stubenrein ist, kann es – je nach Entwicklung – einige Monate dauern.


Am Ende bleibt für mich vor allem dieser Gedanke: 

Jeder Welpe entwickelt sich in seinem eigenen Tempo. Mit Geduld und Zeit kann er verstehen, dass draußen der Ort ist, um sich zu lösen.